Durch die hohen Infektionszahlen des Coronavirus steigt auch die Anzahl der Patienten, deren Infektion einen schweren Verlauf nimmt. Aus diesem Grund schlagen nun Forscher Alarm. Denn offenbar könnte ein schwerer Verlauf einer Corona-Infektion bei zahlreichen Patienten ein Delirium auslösen. Dies wiederum steigert das Risiko einer Demenz-Erkrankung.
Wie das renommierte Fachmagazin "Nature" jetzt berichtet, äussern zahlreiche Wissenschaftler Befürchtungen über einen deutlichen Anstieg der Demenzerkrankungen durch das hochgefährliche Coronavirus. Denn die Mediziner haben herausgefunden, dass während einer schweren Corona-Erkrankung zahlreiche Patienten ins Delirium fallen. Langzeitstudien wiederum belegen, dass ein Delir das Risiko einer Demenz-Erkrankung deutlich erhöhen. Diese Tatsache hat die Wissenshaftler nun offenbar in große Aufregung versetzt. Eine im April im französischen Straßburg durchgeführte Studie bestätigt, dass etwa 65 % der schwer am Coronavirus erkrankten Patienten ein Delirium experimentiert hatten. Bei einer Studie des amerikanischen Vanderbilt University Medical Center waren es immerhin ebenfalls 55 Prozent von rund 2000 Corona-Intensivpatienten.