Zuvor hatte Rutte bestätigt, dass die getroffenen Maßnahmen "gerade vor Weihnachten" für viele Menschen ziemlich hart seien. "Aber wir haben keine Wahl", betonte der Politiker. Aktuell sei die Pandemie-Lage sehr ernst. Viele Krankenhäuser hätten bereits enorme Probleme bei der Versorgung der Erkrankten. "Aber wir werden es schaffen", bekräftigte Rutte. "Wir haben es nicht mit einer einfachen Grippe zu tun", versuchte Rutte den Kritiker der strengen Corona-Maßnahmen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Zuletzt waren in den Niederlanden durchschnittlich 8.500 Neuinfektionen mit Covid-19 am Tag gemeldet worden. Die von Rutte durchgeführte Ansprache war erst seine zweite öffentliche Wortmeldung zum Thema der Pandemie. Im Hintergrund waren Sprechchöre und Pfiffe von Demonstranten zu hören, die sich offenbar vor dem Amtssitz des Politikers versammelt hatten. Zuvor hatten die Niederlande seit Oktober einen Teil-Lockdown mit Kontaktbeschränkungen eingeführt. Damals waren auch schon Gaststätten geschlossen worden. Allerdings waren die Zahlen trotz dieser Maßnahmen nicht zurückgegangen.