Beratung noch am Wochenende - Kommt der neue Corona-Lockdown ab Mittwoch?

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Beratung noch am Wochenende - Kommt der neue Corona-Lockdown ab Mittwoch?

News (2 / 1) 13.12.2021 00:33 / Tim Symbolbild imago


Die Bundeskanzlerin, die seit dem Beginn der Pandemie eindringlich vor dem Virus gewarnt hat, will offenbar mit dem harten Lockdown ab Mittwoch beginnen. Wie die "Bild"-Zeitung erfahren haben will, plädiert Merkel außerdem für die Schließung von Geschäften, Schulen und Kitas. Aus Sachsen kam von Ministerpräsident Michael Kretschmer die Aufforderung zu einer gemeinsame Entscheidung, um die Öffnung der deutschen Skigebiete vorerst zu untersagen. "Alles andere wäre angesichts der Zahlen inkonsequent“, sagte Kretschmer gegenüber dem "Wir“. In der Unionsfraktion will man nun auch harte Kontaktbeschränkungen für die Feiertage "Ich war immer skeptisch gegenüber gelockerten Kontaktbeschränkungen an Weihnachten und Silvester. Die Lockerung auf zehn Personen ohne Kinder unter 14 Jahren sollte verworfen und die Treffen auf zwei Haushalte beschränkt werden - auch an den Feiertagen. Wir brauchen eine Kombination aus strengen Regeln und Eigenverantwortung“, erklärte der Fraktionschef der Union,Ralph Brinkhaus." Am Wochenende nach dem Dreikönigstag ist die Ferienzeit überall zu Ende und alle Betriebe fangen spätestens dann wieder im vollen Umfang an zu arbeiten. Ich glaube aber nicht, dass ab dem 10. Januar alles wieder so ist wie im September“, zweifelt Brinkhaus.

FDP-Chef Lindner pocht auf Verhältnismäßigkeit

Kritik gab es vom FDP-Vorsitzende Christian Lindner, der darauf pocht, dass bei den geplanten Maßnahmen auf die Verhältnismäßigkeit geachtet werden soll. "Es wird nun zu einer Corona-Notbremse kommen, weil eine dauerhaft durchhaltbare Strategie noch fehlt“, erklärte Lindner gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Dabei darf aber nicht unverhältnismäßig scharf in Grundrechte eingegriffen werden.“ Lindner spricht sich in diesem Zusammenhang vehement gegen Ausgangsbeschränkungen aus. "Pauschale und flächendeckende Ausgangssperren wie in Bayern sind unnötig und schießen über das Ziel hinaus. Vom Spaziergang der Mitglieder eines Hausstands oder vom Sport unter freiem Himmel geht kein Infektionsrisiko aus.“ Außerdem betonte Lindner weiter: "Bund und Länder müssen in der Gefahrensituation Maß halten.“ Davon hänge auch die Akzeptanz in der Bevölkerung ab. Von Seiten der Mediziner wird hingegen ein hartes Vorgehen gefordert. Intensivmediziner

Christian Karagiannidis spricht sich für einen harten Lockdown aus, der noch am Montag beginnen solle. Je früher man mit dem Lockdown beginne, desto eher ginge die Anzahl der Intensivpatienten in den Krankenhäusern zurück. Karigiannidis sei sich sicher, "dass ein strenger Lockdown am Montag dazu führt, dass die Intensivbelegung bis kurz vor Weihnachten noch ansteigt, und dann kurz vor Heiligabend bereits erheblich abfällt“. "Jetzt runterfahren und im Januar wieder lockern“, empfiehlt der Mediziner.