Nachdem das norddeutsche Bundesland lange Zeit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in 7 Tagen gelegen hatte, war die Situation dort zunächst entspannter als im Rest von Deutschland. Zuletzt waren jedoch an einem Tag erneut über 300 Fälle gemeldet worden. Außerdem hat das Bundesland in den letzten Tagen auch den Grenzwert überschritten. Damit man nun nicht Situationen wie in anderen Bundesländern erleben muss, will man mit einem härteren Lockdown die Infektionszahlen in den Griff bekommen. Ein Alleingang in dieser Hinsicht scheint aber keine besonders gute Idee zu sein. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will nämlich einen "Jahreswechsel-Lockdown" durchsetzen und so eine "gemeinsame deutsche Antwort" finden. Alleingänge der Bundesländern in dieser Phase seien falsch, mahnte Laschet am Mittwoch in Berlin. Dringlich sei auch die Klärung der Frage, wie es in den Bundesländern mit dem Schulunterricht weitergehe. Auch hier gibt es viele verschiedene Positionen. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte sich klar gegen ein coronabedingtes Aussetzen der Schulpflicht gestellt. Experten der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina hatten zuvor angeraten, die Schulpflicht ab dem 14. Dezember auszusetzen. Es gibt also noch reichlich Diskussionsbedarf.