Die Zahlen in Deutschland geben weiterhin großen Anlass zur Sorge - heute sprach Angela Merkel nun im Bundestag zur allgemeinen Lage - und so emotional hat man Merkel selten reden sehen! So sieht die Kanzlerin die nächsten Wochen z.B. zum Thema Lockdown, frühere Ferien und vieles mehr!
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine deutliche Verschärfung der Maßnahmen gefordert. Sie plädierte am Mittwoch im Bundestag für weitreichende Schließungen nach Weihnachten, forderte aber auch bereits zusätzliche Gegenmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus vor den Festtagen. "Wir müssen uns jetzt noch mal anstrengen" und das "gemeinsam durchstehen", drängte die Kanzlerin.
In einer Phase bis zum 10. Januar sollten Geschäfte geschlossen werden, sagte Merkel im Bundestag. Es sollten auch die Schulferien verlängert oder auf Digitalunterricht umgestellt werden. Sie schloss sich damit ausdrücklich den Forderungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina nach einem bundesweiten harten Lockdown an. Die Empfehlungen seien ihrer Meinung nach richtig. "Nehmen wir das ernst", sagte die Kanzlerin, "sonst entgleitet uns die Pandemie wieder".
Merkel rief aber auch dazu auf, schon vor Weihnachten entschiedener gegenzusteuern. Die derzeitige Entwicklung mache ihr Sorgen. Es müsse alles getan werden, damit es nicht wieder zu einem exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen komme. Ziel müsse vielmehr bleiben, diese wieder auf 50 neue Fälle in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner zu verringern.
Daher müsse etwa darüber nachgedacht werden, ob die Ferien nicht doch schon am 16. Dezember beginnen könnten oder auf Digitalunterricht umgestellt werde, verlangte Merkel. Kontakte und Reisen müssten in der Weihnachtszeit weiterhin vermieden werden, Hotelübernachtungen für Verwandtenbesuche halte sie weiterhin "für falsch". Zu einem Fahrplan für neue Beschlüsse von Bund und Ländern äußerte sich Merkel allerdings nicht.