In allen Bundesländern wird darüber nachgedacht, wie man die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verschärfen kann. In Baden-Württemberg hat man sich nun darauf geeinigt, dass man chronische Quarantäneverweigerer zukünftig zwangsweise in Krankenhäuser einliefern lassen kann. Dies ist das Ergebnis langfristiger Beratungen.
Menschen, die sich nicht an die verordnete Quarantäne wegen einer Infizierung mit dem Coronavirus oder dem Kontakt zu einer infizierten Person halten, sollen zukünftig in verschiedenen Krankenhäusern der Region untergebracht werden, um ihre Quarantäne unter Aufsicht zu absolvieren. Für diese Maßnahme sollen nun zwei bis drei Krankenhäuser im Südwesten ausgewählt werden. Dies ist das Ergebnis von langfristigen Beratungen zwischen dem baden-württembergischen Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU). Das Innenministerium hatte auf die Möglichkeit einer Zwangseinweisung gedrängt, nachdem sich offenbar nicht alle Bürger an die von den Gesundheitsämtern angeordnete Quarantäne halten.