Ab dem nächsten Montag sollen alle Kinderhorte, Kitas und Schulen in Sachsen geschlossen bleiben. In den Kitas wird es allerdings eine Notbetreuung geben. Außer Supermärkten und Geschäften für Waren des täglichen Bedarfs (Tiernahrung, Apotheken, Drogerien) müssen alle weiteren Geschäfte schließen. Das gleiche gilt für alle Sportstätten. Zusätzlich gilt ab dann komplettes Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Alten-und Pflegeheime dürfen nur noch mit Schutzmaske und unter Vorlage eines negativen Schnelltests betreten werden. In der Öffentlichkeit gilt ab Montag dann außerdem auf allen Straßen und Plätzen die Maskenpflicht. Während der Weihnachtsfeiertag gelten Lockerungen, die das Treffen von bis zu 10 Personen erlauben. Diese Regelung gilt allerdings nur vom 23. bis zum 27 Dezember. Für Silvester sind offenbar keine Lockerungen vorgesehen. Verkaufsstellen für Weihnachtsbäume, Friseurgeschäfte, Optiker, Banken, Post und Kfz-Werkstätten dürfen offen bleiben. Der Profisport ohne Publikum soll unter Beachtung eines entsprechenden Hygienekonzepts weiter erlaubt bleiben.
In den letzten Tagen hatte sich Sachsen zu einem der größten Treiber in der Pandemie entwickelt. Über das Wochenende wurden insgesamt 5.810 neue Infektionsfälle registriert. Damit sind in Sachsen aktuell rund 71.320 Menschen mit dem Virus infiziert. Rund 1.298 Menschen sind seit dem Beginn der Pandemie gestorben. Besonders von der Pandemie betroffen sind die Landkreise Bautzen (500,7) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (508), die jeweils einen Inzidenzwert von über 500 aufweisen. Im Bundesgebiet hat nur der Landkreis Regen in Bayern mit 578,7 einen höheren Inzidenzwert. Der Inzidenzwert für das Bundesland Sachsen liegt nach Angaben des Robert Koch-Institut am Dienstag bei 319, während er in ganz Deutschland bei 147 liegt. Insgesamt 2.492 Patienten befinden sich zur Zeit wegen einer Covid-19-Erkrankung in den Krankenhäusern des Bundeslandes. Insgesamt 458 von ihnen liegen sogar auf der Intensivstation. "Die Situation in den Krankenhäusern ist nicht nur angespannt, sondern extrem gefährlich“, erläuterte Kretschmer, der bestätigte, dass es in einigen Krankenhäusern keine freien Intensivbetten mehr gäbe. Bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen dabei helfen die Situation wieder unter Kontrolle zu bekommen.