30 Mitglieder von Großfamilie an Coronavirus erkrankt - Behörden verpflichten Security-Firma zur Überwachung

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30 Mitglieder von Großfamilie an Coronavirus erkrankt - Behörden verpflichten Security-Firma zur Überwachung

News (2 / 1) 03.12.2021 00:34 / Olga Symbolbild imago


Vor einem unscheinbaren Haus des Ortes patroullieren seit einigen Tagen Mitarbeiter einer Security-Firma. Denn offenbar nehmen es die Bewohner des Hauses mit der Quarantäne nicht immer so genau.

Nachdem mehrere Familienmitglieder einer Großfamilie sich mit dem gefährlichen Coronavirus angesteckt hatten, ordnete das Gesundheitsamt Zwangstestungen für sämtliche Familienmitglieder an. Dabei kam es dann zu Konflikten, da einige Mitglieder der Familie sich offenbar nicht testen lassen wollten. Erst nachdem rund 20 Beamte der Polizei Lüneburg zur Verstärkung angerückt waren, konnten sämtliche Familienmitglieder getestet werden. Zuvor war es jedoch zu unglaublichen Szenen gekommen sein. Offenbar soll sogar ein junger Mann aus dem Fenster des 1. Stockwerks gesprungen sein, um dem Test zu entgehen.

Security-Firma überwacht Einhaltung der Quarantäne-Maßnahmen

Nach diesen Erfahrungen haben die lokalen Behörden offenbar eine Security-Firma engagiert, damit diese die Einhaltung der obligatorischen Quarantänemaßnahmen durch die aus dem Kosovo stammende Großfamilie garantiert. Seit bereits 8 Tagen wird das Haus der Familie deshalb bei Tag und Nacht überwacht. Dazu hat die Security-Firma sogar ein Wohnmobil vor dem Haus der Familie geparkt. Die "Bild"-Zeitung konnte offenbar mit einer Frau der Familie Kontakt aufnehmen. "Wir haben alle Corona, nur wir Erwachsenen leiden, die Kinder sind wohlauf. Ich lag zehn Tage flach, mein Mann musste ins Krankenhaus“, bestätigte die Frau. Im Landkreis werden im Augenblick 87 infizierte Personen gemeldet. Allein 30 Menschen gehören zu der überwachten Großfamilie. Die Bewachung soll noch mindestens 4 weitere Tage andauern. Die Kosten für diese Maßnahme trägt der Landkreis, also im Endeffekt der Steuerzahler.