Offenbar hatten die Kritiker Meuthens einen Antrag vorbereitet, mit dem eine Debatte über den Führungsstil des Parteivorsitzenden erzwungen werden sollte. Diese sollte dann am 2. Tag des Parteitages stattfinden, der ansonsten eher im Zeichen von Organisationsfragen stehen soll. Unter anderem sollen Änderungen an der Wahl- sowie die Finanz- und Beitragsordnung diskutiert werdem. Am Samstag hatten 500 anwesenden Delegierten ein neues sozialpolitisches Konzept beschlossen. Dies sieht einen flexibleren Renteneintritt vor und soll die Bürger vor Altersarmut schützen, die lange Zeit erwerbstätig gewesen sind. Bei den Wahlen in den Bundesvorstand wurden weitgehend Kandidaten aus dem gemässigten Lager der Partei gewählt. Neuer Budesschatzmeister ist Carsten Hütter aus Sachsen, der bisher das Amt des stellvertretender Schatzmeister ausgeübt hatte. Seit dem Rücktritt des langjährigen Schatzmeisters Klaus Fohrmann hatte Hütter dieses Amt bereits kommissarisch übernommen. Außerdem wurde die digitalpolitische Sprecherin der AfD-Bundestagsfraktion, Joana Cotar, zur Beisitzerin gewählt. Dieser Posten war nach dem Parteiausschluss des früheren Brandenburger AfD-Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz neu zu vergeben gewesen.