Nach dem tödliche Attentat im Iran auf einen Atomphysiker fürchtet das Auswärtige Amt in Berlin eine Eskalation im Streit zwischen den USA, Israel und Iran. Nun hat die USA offenbar einen seiner imposanten Flugzeugträger zur Abschreckung in den Persischen Golf zurückbeordert. Drohen erneut schwerwiegende Probleme zwischen den USA und dem Iran?
Am Freitag war ein führender iranischer Atomwissenschaftler bei einem Attentat ums Leben gekommen. Erste Stimmen aus dem Iran machen die USA für das Attentat verantwortlich. Nun hat das Auswärtige Amt in Berlin sämtliche Konfliktparteien zur Besonnenheit aufgerufen. Dazu benutzte man im Auswärtigen Amt folgenden Wortlaut: Man rufe "alle Beteiligten eindringlich auf, von Schritten abzusehen, die zu einer weiteren Eskalation der Lage führen könnten". Dies berichteten jetzt die Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir sind sehr beunruhigt über die Meldungen aus Iran", betonte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Im Auswärtigen Amt habe man bisher noch keine Kenntnisse zu dem Vorall, aber man glaube, "dass die Tötung von Mohsen Fachrisadeh die Lage in der Region erneut zuspitzt - in einer Zeit, in der wir gerade eine solche Eskalation überhaupt nicht gebrauchen können". Zuvor hatte eine iranischer Diplomat besonders die europäischen Staaten dazu aufgefordert, "ihre beschämenden Doppelstandards aufzugeben und diesen Akt des Staatsterrors zu verurteilen". Auf diese Anschuldigung ging man beim Auswärtigen Amt allerdings nicht ein.