Noch weigert sich Trump den Sieg Bidens anzuerkennen. „Das war eine manipulierte Wahl. 100 Prozent“, hatte Trump kürzlich auf Twitter geschrieben. Trump bestätigte außerdem, dass es "sehr hart“ sei, eine Niederlage einzuräumen. Zuvor hatte der Präsident einer Videoschalte mit US-Soldaten im Ausland beigewohnt, die anlässlich des Feiertags Thanksgiving (Erntedankfest) organisiert worden war. Zum ersten Mal hatte sich Trump nach der Wahl vor mehr als 3 Wochen wieder den Journalisten gestellt. Er kritisierte, unter anderem die Wahlinfrastruktur der USA und verglich diese mit einem Land der Dritten Welt. Dabei behauptete Trump unter anderem, dass sogar Tote bei der Wahl abgestimmt hätten. Trotzdem wird offenbar langsam ein Einlenken von Trump ersichtlich. Anfang der Woche hatte er seine Mitarbeiter und die zuständigen Behörden angewiesen, die Übergabe der Amtsgeschäfte vorzubereiten. Ab sofort werden Biden und seine Mitarbeiter also Informationen erhalten, die die Amtsübernahme erleichtern. Zuvor war bekannt geworden, dass Trump und seine Anhänger bereits mit rund 30 Klagen vor Gerichten in verschiedenen US-Bundesstaaten gescheitert waren.
Auch Wahlsieger Biden war wieder einmal vor die Presse getreten. Bei einer Ansprache zum traditionellen Thanksgiving-Feiertag rief Biden Trump dazu auf, seine Niederlage anzuerkennen. "In Amerika haben wir umfassende und faire und freie Wahlen, und dann erkennen wir die Ergebnisse an“, erklärte der neu gewählte Präsident. Am 14. Dezember werden die Wahlmänner aus allen Bundesstaaten den nächsten Präsidenten und auch den Vizepräsidenten wählen. Am 6. Januar wird dann das Ergebnis dieser Wahl bekanntgegeben. Angesichts des Wahlergebnisses handelt es sich bei diesem Schritt allerdings lediglich um eine Formalität. Am 20. Januar wird Biden (78) dann als neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt werden.