Nach Abwahl - muss Donald Trump ins Gefängnis? Ohne politische Immunität droht ihm die Verurteilung!

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Nach Abwahl - muss Donald Trump ins Gefängnis? Ohne politische Immunität droht ihm die Verurteilung!

Lifestyle (2 / 1) 07.11.2021 00:33 / Frank Symbolbild imago


Durch sein Amt als US-Präsident ist Trump nämlich sehr gut gegen Strafverfolgung geschützt. Zwar gibt es in den USA keine Immunität für Präsidenten, doch die Voraussetzungen um den mächtigsten Mann der Welt strafrechtlich verfolgen zu können, sind sehr hoch. Wenn Trump allerdings abgewählt wird, endet seine Amtszeit Anfang 2021 und danach könnte Trump für zahlreiche Vergehen belangt werden, die sich zum Teil bereits lange vor seiner Zeit als Präsident der USA angesammelt haben. "Die Wahrscheinlichkeit, dass Donald Trump nach Verlassen des Weißen Hauses juristisch belangt würde, ist sehr hoch“. erklärt der bekannte amerikanische Historiker Timothy Snyder beispielsweise. "Trump möchte irgendwann friedlich im Bett sterben. Vor allem aber möchte er nicht im Gefängnis landen. Und auf keinen Fall ein armer Mann werden. Wenn er aber die Wahl verliert, ist es sehr wahrscheinlich, dass mindestens einer dieser Fälle eintritt", ist der Historiker sicher.

Zahlreiche Vorwürfe gegen Trump dürften juristische Folgen haben

Die Liste der Vorwürfe gegen den aktuelle Präsidenten ist lang. Zuletzt waren Vorwürfe laut geworden, Donald Trump habe in den Jahren 2016 und 2017 lediglich jeweils 750 Dollar Einkommenssteuer auf Bundesebene gezahlt. Es ist damit zu rechnen, dass die Steuerbehörden nach dem Ausscheiden aus dem Amt einen genauen Blick auf Trumps Finanzen werfen werden. Zudem hat die Zeitung "New York Times" recherchiert, dass Trump der Deutschen Bank rund 421 Millionen Dollar schulden soll und offenbar mit den Zahlungen in Verzug ist. Trump bestätigte diese Forderung in einem Interview, hatte diese im Vergleich zu seinem Vermägen allerdings als "Peanuts" bezeichnet. Doch es gibt auch schwerwiegende Vorwürfe gegen Trump. Buchautorin E. Jean Carroll (76) wirft Trump vor, sie vor 20 Jahren vergewaltigt zu haben. Außerdem gibt es weitere Vorwürfe wegen Steuerbetrug, Versicherungbetrug und Fälschung von Geschäftsunterlagen gegen Trump. Der ehemalige Sonderermittler Robert Mueller, der den Fall möglicher russischer Manipulationen bei der US-Wahl 2016 untersucht hatte, hat ebenfalls Klage wegen Behinderung der Justiz gegen Trump eingeleitet. Zudem existiert auch noch der Fall wegen der Zahlung von Schweigegeld an Porno-Darstellerin Stormy Daniels. Sein ehemaliger Anwalt Michael Cohen, der selbst zuletzt wegen der illegalen Wahlkampffinanzierung für Trump verurteilt worden ist, behauptet das Trump 2016 Schweigegeld an Daniels gezahlt haben soll. Nun wird verständlich wieso Donald Trump sich mit aller Macht an sein derzeitiges Amt klammert.