Außerdem kritisiert Brinkhaus im Hinblick auf die Corona-Krise auch den Föderalismus in Deutschland. Nach der Pandemie müsse es ein Diskussion zu diesem Thema geben. "Ein Landkreis ist kein Maßstab für die Lösung nationaler oder europäischer Katastrophen – ein Bundesland ist es auch nicht. Wir sollten uns die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern im Licht der Pandemiebewältigung genau anschauen.“ Denn ohne Zweifel hatten die Ministerpräsidenten und die Bundespolitiker gerade in der Corona-Krise oftmals ganz unterschiedliche Ansichten darüber, wie die Krise zu bewältigen sei. "Das föderale System ist 1949 zurechtgeschnitten worden, 2020 leben wir in einer anderen Welt“, machte Brinkhaus Gesprächsbedarf deutlich
Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht noch einmal Klartext. "Der Winter wird schwer. Vier lange schwere Monate, aber er wird enden“, machte die Kanzlerin deutlich. Diese aktuell "dramatische Lage“ beträfe „ausnahmslos alle“. Gleichzeitig machte die Kanzlerin klar, dass sie die Frustration und die Verzweiflung der Menschen verstehe. Ziel der jetzigen Maßnahme sei eine drastische Reduzierung der Kontakte. Nach Merkels Meinung müssen Begegnungen zur Zeit "massiv“ reduziert werden. Nur wenn man dabei eine Reduzierung von 75 Prozent erreichen könne, hätte man eine Chance die Ansteckungsgefahr deutlich zu senken. Einmal mehr wies die Kanzlerin darauf hin, dass beschwichtigendes Wunschdenken oder auch populistische Verharmlosung sowohl unverantwortlich als auch unrealistisch seien. "Lüge und Desinformation, Verschwörung und Hass beschädigen nicht nur die demokratische Debatte, sondern auch den Kampf gegen das Virus“, ist sich Merkel sicher.