Innenminister Horst Seehofer (71, CSU) auf diese Linie. Am Donnerstag hat Seehofer öffentlich angkündigt, künftig mit Bundesbürgern, die gegen die Auflagen verstossen, hart ins Gericht zu gehen. Aus diesem Grund sollen nun Tausende Bundespolizisten die regulären Polizeibeamten im Kampf gegen das hochansteckende Virus unterstützen. "Die Kontrolle der Maßnahmen ist entscheidend für den Erfolg der neuen Regelungen. Dazu wird die Bundespolizei Tausende Beamte in Absprache mit den Ländern einsetzen. Zunächst gilt das für die Großstädte und die Hotspots“, erklärte Seehofer am Donnerstag.
Doch auch die Einreise nach Deutschland soll nun wieder verstärkt kontrolliert werden. Deshalb werden die Beamten ab sofort auch auf Flughäfen, Bahnhöfen und sowie auf den Fernstraßen in der Nähe der Grenzen eingesetzt werden, wo zukünftig wieder mit stark verstärkten Kontrollen zu rechnen sein wird. "Dazu wird die Schleierfahndung an allen deutschen Grenzen in einem Radius von 30 Kilometern intensiviert, um auch bei denjenigen, die per Auto aus Risikogebieten einreisen, die Einhaltung der Corona-Bestimmungen kontrollieren zu können“, führt Seehofer weiter aus. Im Klartext bedeutet dies, dass die Bundespolizisten auch Fahrzeuge in einer Entfernung von 30 Kilometer zur Grenze anhalten und kontrollieren dürfen, ohne dass dazu eine konkreter Verdacht oder ein bestimmter Anlass vorliegen muss. Bleibt zu hoffen, dass alle diese Maßnahmen mithelfen, die Infektionszahlen des Coronavirus deutlich zu senken.