Zum Schutz der Atommüllbehälter wird wieder ein massives Polizeiaufgebot abgestellt werden. Angeblich hätten die an dem Transport beteiligten Unternehmen und Institutionen bereits umfassende Vorsorgekonzepte und Hygieneregeln für eine reibungslose Durchführung des Transport geplant. Schon am Samstag wollen sich allerdings Atomkraftgegner zu einer Mahnwache in
Nordenham treffen. Dort soll das Schiff mit dem Atommüll angeblich am Samstag gegen 7.00 Uhr am Morgen eintreffen. Die Gegner der Atomkraft kündigten an, auch an der Bahnstrecke Protestaktionen geplant zu haben. Die Bundespolizei in Hessen nennt keinen Termin, bestätigt jedoch einen unmittelbar bevorstehenden Großeinsatz: "Wir sind in Vorbereitungen auf einen Einsatz mit vielen Kräften." Die Bundespòlizei wird für den Schutz der Castoren zuständig sein, da die Behälter in Deutschland vorwiegend per Bahn transportiert werden.
Eigentlich sollte die radioaktive Fracht bereits im Frühjahr in Deutschland ankommen. Doch dann machte die Corona-Pandemie allen Beteiligten einen dicken Strich durch die Rechnung. Die Atomgegner sperren sich gegen den Transport nach Biblis, da das Zwischenlager dort nach ihrer Auffassung Sicherheitsmängel aufweist. Allerdings war eine Klage vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof bereits gescheitert. Deutschland ist vertraglich verpflichtet seinen im Ausland aufbereiteten Atommüll wieder zurückzunehmen. Noch immer lagern mehrere weitere Behälter mit deutschem Atommüll in den beiden Wiederaufbereitungsanlagen im französischen La Hague und auch im britischen Sellafield. Bis die Castoren in ein Endlager kommen, werden sie zunächst im Zwischenlager in Biblis bleiben.