Aus diesem Grund will Merkel auch diesmal nicht viele Kompromisse eingehen. In ihrem Appell hatte die Kanzlerin die Menschen bereits dazu aufgefordert "Kontakte reduzieren, weniger Menschen treffen.“ Merkel wagt bereits jetzt einen Ausblick auf die Situation am Jahresende: "Wenn wir mehr tun, gewinnen wir Luft für die Feiertage.“
Nach Merkels Meinung müssten jetzt schärferen Maßnahmen getroffen werden, da Deutschland sonst vermutlich bald auch die Zahlen von Frankreich erreichen könnte. Nun denkt die Kanzlerin offenbar auch an einen "Wellenbrecher-Shutdown“. Deshalb plant die Kanzlerin womöglich sogar verschiedene Einrichtungen zu schließen. Kandidaten dafür sind Restaurants, Museen, Theater und Kinos. Die Schulen sollen nach Möglichkeit weiter offen bleiben und nur dort geschlossen werden, wo ganz extreme Infektionszahlen erreicht werden. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kann sich mit den sogenannten "Wellenbrecher-Shutdown“ anfreunden. So bezeichnete der SPD-Politiker eine befristete, bundesweite Schließung vieler Einrichtungen für die nächste zwei Wochen. Ziel sei es die sozialen Kontakt stark einzuschränken, um auf dieser Weise die aktuellen Zahlen deutlich zu senken.