Erst vor kurzem hatte das österreichische Nachrichtenportal Kurier.at von dem großen Besucherandrang am Hintertuxer Gletscher in Tirol im Zillertal berichtet. Dieser sei derart groß gewesen, dass sich ein langer Rückstau an vielen Liften bildete. Obwohl Tirol selbst bereits wieder seit dem 25. September als Risikogebiet eingestuft ist. Fotos und Videos in den sozialen Medien sind die besten Beweise wie es in der Realität ausschaut. Dort sieht man wie sich Hunderte Menschen dicht an dicht vor den Liften drängeln. Natürlich tragen nur ganz wenige von ihnen Schutzmasken. Auch am Kaunertaler Gletscher waren am vergangenen Wochenende ganz ähnliche Szenen zu sehen. Obwohl mittlerweile fast ganz Österreich Risikogebiet ist, hat dies viele Menschen offenbar nicht davon abgehalten in die Skigebiete zu reisen. Dafür nehmen die Menschen sogar Quarantäne in Kauf.
Durch die Einschätzung als Risikogebiete herrschen in den Orten selbst zwar scharfe Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Virus. Menschen aus unterschiedlichen Haushalten müsen auf der Straße einen Sicherheitsabstand zueinander einhalten und es sind auch im Freien nur Gruppen von maximal 12 Personen erlaubt. Auf den Skipisten und an den Liften drängen sich dann aber viel größere Menschenmassen, die diese Maßnahmen dann wiederum absurd erscheinen lassen. Zwar gelten offiziell strenge Schutzmaßnahmen, doch diese bringen natürlich wenig, wenn nicht auf deren Einhaltung geachtet wird. Da ein erneuter Lockdown für den touristenabhängigen Ski-Tourismus ein schwerer Schlag wäre, werden oftmals mehr als beide Augen zugedrückt. Eigentlich sind Mund-Nasen-Schutz in Gondeln und Seilbahnen sowie ein Mindestabstand von einem Meter beim Schlangestehen vorgeschrieben. Die Praxis sieht dann in den veröffentlichten Videos ganz anders aus. Die einzige Maßnahme, die offensichtlich wirklich so durchgezogen wird wie geplant, ist der Verzicht auf den traditionellen Après-Ski. Dieses Risiko ist den Ski-Gästen dann offensichtlich doch zu hoch.