Fast jeden Tag werden die Bundesbürger mit neuen Höchstwerten bei den Infektionszahlen konfrotiert. Diese Entwicklung macht natürlich auch Lauterbach Sorge: "Die Realität ist schon da, das exponentielle Wachstum kommt zurück." Deshalb fordert der SPD-Politiker nun auch geteilte Klassen in den Schulen. "Wenn wir nicht wollen, dass die Schulen mit regelmäßigem Schulausfall auch noch zu Hotspots werden, sollten die Schulklassen jetzt aufgeteilt werden in Vormittags- und Nachmittagsunterricht." Außerdem forderte Lauterbach auch die Politik auf ab sofort auf eine veränderte Kommunikation zu setzen: "In den vergangenen Tagen ist der Eindruck entstanden, die Pandemie werde im Wesentlichen von privaten Feiern und großen Festen befeuert. Das war wohl zeitweise so. Das ist aber nicht mehr so." Offenbar sei der Virus mittlerweile wieder in alle Altersschichten eingedrungen, so dass buchstäblich überall eine Ansteckung möglich sei. Nun macht sich Lauterbach auch für die Einführung einer Ü-50-Inzidenz stark, wie sie zuvor bereits der renommierte Virologe Christian Drosten vorgeschlagen hat. Mit diesem Wert lasse sich die Verbreitung des Virus in den mehr gefährdeten Altersgruppen besser aufzeigen. Trotzdem sollten auch junge Menschen das Virus ernst nehmen. "Covid-19 ist eine heimtückische Krankheit, die auch bei jungen Betroffenen Lunge, Nieren und Gehirn langfristig schädigen kann", warnte Lauterbach eindringlich.