Wird Madrid völlig abgeriegelt? Corona-Streit in Madrid - Stadtverwaltung klagt gegen angeordneten Lockdown

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Wird Madrid völlig abgeriegelt? Corona-Streit in Madrid - Stadtverwaltung klagt gegen angeordneten Lockdown

Lifestyle (2 / 1) 03.10.2021 23:35 / Olga Symbolbild imago


Um das richtige und effektive Vorgehen gegen die gestiegenen Infektionszahlen in der spanischen Hauptstadt Madrid ist nun ein juristischer Streit zwischen der Zentralregierung und der Stadtverwaltung der spanischen Millione-Stadt ausgebrochen. Denn die Regierung hatte angeordnet die spanische Hauptstadt und 9 weitere Gemeinden bis auf weiteres komplett abzuriegeln. Eine Maßnahme, die offensichtlich bei den Behörden der Stadt selbst auf wenig Gegenliebe trifft. Denn die "Comunidad Autónoma" forderte bis zur endgültigen Entscheidung auch die vorläufige Aussetzung der vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Verordnung. Nun kommt es zu einem Rennen gegen die Uhr, denn die Veordnung des Ministeriums sieht vor, sämtliche Verordnungen inklusive der Absperrungen bis spätestens am Samstag umzusetzen.

Madrid versucht Abriegelung mit allen Mitteln zu verhindern

Die Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso will eine weitgehende Absperrung der Hauptstadt nicht ohne weiteres hinnehmen. Denn sie glaubt. dass die Abriegelung unverhältnismäßig sei, obwohl Madrid die mit Abstand höchsten Infektionszahlen landesweit aufweist. Ayuso befürchtet im Fall des erneuten Lockdowns vor allem dramatische Konsequenzen für die Wirtschaft der spanischen Millionstadt. Sie argumentierte zuletzt beim Kurznachrichtendienst Twitter, dass die Zahlen in den letzten Tagen leicht zurückgegangen seien. Ayuso machte allerdings auch deutlich klar, dass man bis zu einer juristischen Entscheidung die Anordnung des Gesundheitsminister Salvador Illa unter Protest umsetzen werde.