Corona-Impfstoff - Test an Menschen in Hamburg startet Weiterer Corona-Impfstoff für klinische Studien zugelasse

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Corona-Impfstoff - Test an Menschen in Hamburg startet Weiterer Corona-Impfstoff für klinische Studien zugelasse

Lifestyle (2 / 1) 03.10.2021 23:35 / Silia Symbolbild imago


dem Paul-Ehrlich-Institut, der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Pharmafirma IDT Biologica entwickelt. Prof. Klaus Cichutek, der Direktor des Paul-Ehrlich-Instituts, gibt sich optimistisch: "Die Immunantwort bei Mäusen war erfolgreich.“ Dies bedeutet, dass der Impfstoff-Kandidat im Labor und bei Mäusen erfolgreich gegen das Virus war. Nun erhielt die Impfstoff die Zulassung für klinische Studien an Menschen. Deshalb werden nun noch in diesem Monat 30 Menschen mit dem neuen Impfstoff geimpft. Dabei erhalten 15 Probanden eine niedrige Dosis, während 15 weitere Probanden eine höhere Dosis austesten. Nach 28 Tagen wird die Impfung dann erneut wiederholt. Die Leiterin der klinischen Prüfung am Hamburger UKE, Prof. Marylyn Addo, hat gegenüber der Presse den Eingang des neuen Impfstoffs bestätigt: "Gestern ist der Impfstoff in Hamburg angekommen. Wir übernehmen damit den Staffelstab bei den Tests dieses Impfstoffs.“ Zuvor hatte sich bereits das Ludwig-Maximilians-Institut München (LMU) mit der Forschung rund um den Impfstoff beschäftigt. Prof. Gerd Sutter vom LMU: "Basis ist ein veränderter Impfstoff gegen Pocken, der schon in den 1970er-Jahren eingesetzt wurde.“

So funktioniert der neue Impfstoff angeblich

Doch wie genau soll dieser nun neu entwickelte Impfstoff funktionieren? Zunächst wird mit einem sogenannten Vector-Impfstoff die Erbinformation von Corona in einen bekannten Träger eingeschleust. In diesem Fall ist der Träger das „Modifizierte Vacciniavirus Ankara“ (MVA), welches auch Teil des Namens des neu entwickelten Impfstoffs ist. Diese Trägerviren sind so weit abgeschwächt worden, damit sie als harmlose Vektoren zum Transport der Impfstoffe dienen können. Im menschlichen Körper soll der gespritzte Impfstoff dann dafür sorgen, dass sich Antikörper gegen das gefährliche Coronavirus bilden. Nach dem gleichen Prinzip wurde bereits an Impfstoffen gegen SARS und MERS gearbeitet. Krankheiten, die ebenfalls von Coronaviren ausgelöst werden. "Mitte Januar haben wir die erste Gensequenz bestellt, Ende April waren wir so weit, dass wir erste Immunisierungen im Mausmodell starten konnten“, erklärte Professor Sutter, der noch einmal darauf hinwies, dass alleine diese Vorarbeiten eigentlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Sollte die 1. Testphase positiv verlaufen, was bedeudet das sich der Impfstoff als gut verträglich erweist und eine Immunreaktion gegen das Coronavirus im menschlichen Körper auslöst, soll noch in diesem Jahr die 2. Testphase mit rund 600 Probanden gestartet werden. 2021 dürfte dann die 3. Phase der klinischen Studien mit 20.000 Teilnehmern beginnen.