Zukünftig drohen den Gebieten, die über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen aufweisen, wirklich scharfe Maßnahmen gegen das Virus. Denn in der kalten Jahreszeit wird es garantiert auch wieder zu einer Grippewelle kommen, die das Gesundheitssystem vor zusätzliche Probleme stellen wird. Aus diesem Grund wollen die Politiker empfehlen, dass sich die Menschen auf jeden Fall gegen die Grippe impfen lassen, um die Herausforderung für das Gesundheitssystem zu verringern und die Gefahr einer Doppelinfektion zu senken. Die Politiker weisen nochmals darauf hin, dass Abstandhalten, Hygiene und Alltagsmasken noch immer die wirksamste Möglichkeit zum Kampf gegen das Coronavirus sind. Da man im Herbst und Winter jedoch mit einer noch angespannteren Lage rechnet, sollten die Bürger zusätzlich daran denken eine Corona-Warn-App zu nutzen und geschlossen Räume häufiger zu lüften.
Schon am Montag hatte Bundeskanzlerin Merkel vor steigenden Zahlen in der Corona-Krise gewarnt. Wenn sich die aktuelle Entwicklung fortsetze, sagt Merkel zur Weihnachtszeit 19.200 Neuinfektionen am Tag voraus. Die Kanzlerin bestätigte, dass sie sich diese Zahlen von Experten hochrechnen gelassen habe. Im Augenblick liege die Priorität darauf Schulen, Kindertagesstätten und die Wirtschaftunternehmen offen zu halten, sagte Merkel. Deshalb sei es wichtig lokale Infektionsherde schnell zu identifizieren und zu bekämpfen. Gelinge dies nicht, könnte die Situation bald zu einer Situation wie im Nachbarland Frankreich führen. Bei der letzten gemeinsamen Sitzung hatten sich Merkel und die Ministerpräsidenten noch gegen bundesweit einheitliche Regeln bei der Corona-Bekämpfung ausgesprochen. Doch schon damals war man sich einig, dass Feiern im privaten Kreis und innerhalb der Familie die größte Gefahr für steigende Infektionszahlen darstellen würde. Aus diesem Grund rechnen viele Experten damit, dass für einen begrenzten Zeitraum eine bindende Obergrenze für diese privaten Feiern festgelegt wird.