Bald Maskenpflicht auf Straßen und öffentlichen Plätzen? SPD spricht sich für Verschärfung der Corona-Regeln aus

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Bald Maskenpflicht auf Straßen und öffentlichen Plätzen? SPD spricht sich für Verschärfung der Corona-Regeln aus

Lifestyle (2 / 1) 29.09.2021 23:34 / Torben Symbolbild imago


Teilweise Unterstützung erhält Dittmer hier von Karin Maag (CDU), der gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion. "Maximal 50 Teilnehmer hielte ich angesichts des derzeitigen Infektionsgeschehens für angemessen", erklärte die CDU-Politikerin. Weitere Verschärfungen des Corona-Regeln und auch die einheitliche Maskenpflicht lehnt Maag dagegen ab: "Entsprechende Maßnahmen erfahren eine höhere Akzeptanz, wenn sie auf lokaler Ebene veranlasst werden". Bei einer Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag wird offenbar über weitere Maßnahmen beraten werden. Die SPD hat angekündigt bei dieser Sitzung auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen zu bestehen. Die Sitzung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer soll offensichtlich wieder per Videoübertragung stattfinden. Neben der SPD fordert auch die Partei . die Linke eine bundesweite Vereinheitlichung der Corona-Regeln und eine strengere Maskenpflicht an belebten Orten. "Es muss bundeseinheitlich festgelegt werden, dass überall dort Masken zu tragen sind, wo der erforderliche Abstand nicht eingehalten werden kann. Dies gilt auch für den öffentlichen Raum", äusserte der Linke-Gesundheitsexperte Achim Kessler.

AfD hält Maßnahmen gegen Corona für überzogen

Kritisiert wurden die aktuellen Maßnahmen hingegen vom

gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion. Detlev Spangenberg erklärte, dass seine Partei weiterhin "nicht von einer pandemischen Lage von nationaler Tragweite" ausgehe. "Wir halten die aktuellen Maßnahmen für völlig überzogen, kontraproduktiv und somit auch gefährlich für die Gesellschaft." Die Fraktion der Grünen im Bundestag forderte von der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten vor allem mehr Transparenz und eine bessere Erklärung der angedachten Maßnahmen. "Wir sind an einem kritischen Punkt der Pandemie angekommen, an dem wir dringend eine einheitlichere und verständlichere Kommunikation der Regeln benötigen. Bundesregierung und Ministerpräsidenten sollten den Menschen nicht nur sagen, was zu tun ist, sondern auch besser erklären, warum etwas zu tun ist", findet die gesundheitspolitische Sprecherin Kordula Schulz-Asche. Der FDP-Gesundheitsexperte Michael Theurer sieht die Bekämpfung der Pandemie als Aufgabe der Landesregierungen an. "Die Regeln für private und öffentliche Feiern müssen weiterhin in der Hoheit der Länder sein", erklärte Theurer.