Von dieser Beeinträchtigung war vor allem die Hand der Frau betroffen."Während der Behandlung bildeten sich enorm viele Blutgerinnsel in ihren Handgefäßen", erklärte der behandelnder Arzt, Ramin Nikzad. Die Situation verschlimmerte sich immer mehr, bis die Hand sogar angefangen hatte sich schwarz zu verfärben und abstarb. Um das Leben der Patientin nicht durch eine Blutvergiftung weiter zu gefährden, entschlossen sich die Ärzte zur Amputation der Hand.
Dr. Ramin Nikzad erklärte, dass es sich bei dem Vorfall mit der jungen Frau offenbar um einen seltenen Vorfall gehandelt habe. Bisher habe er keinen ähnlichen Fall einer Infektion mit dem Coronavirus gesehen, die einen ähnlichen Verlauf genommen habe. Gleichzeitig wies Dr. Nikzad jedoch darauf hin, dass der auslösende Erreger für Multiorganerkrankung sorgen könnte. Das Coronavirus befällt nämlich nicht nur Atemwege, sondern wurde mittlerweile auch in anderen Organen wie Herz, Nieren und Gehirn nachgewiesen. Zudem seien auch schon Fälle bekannt, in denen das Virus den Verdauungstrakt und die Blutgefäße angegriffen habe. Der Arzt vermutet, dass die Blutgefäße in der Hand der Patientin nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt worden sind. Bisher stehen die Forschungen über die möglichen Schäden, die das Virus anrichten kann, noch ganz am Anfang.