Dieses Urteil des BGH hat aber auch für weitere Mitglieder der Hells Angels Folgen. Insgesamt 12 weitere Mitglieder der Gruppierung sollen bei dem Verbrechen anwesend gewesen sein, allerdings nicht aktiv ins Geschehen eingegriffen haben. Gegen sämtliche anwesende Personen könnte nun nachträglich ebenfalls Mordanklage erhoben werden, da die Richter am BGH der Begründung des Landgerichts Leipzig stattgaben, dass offenbar alle am Tatort anwesenden Personen in den Mordplan eingeweiht gewesen seien. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits am Dienstag bestätigt, dass gegen die zwölf Beschuldigten nun ebenfalls wegen gemeinschaftlichen Mordes ermittelt werde. Allerdings waren die Anklagen bis zum Dienstag jedoch noch nicht fertiggestellt worden. Noch befinden sich diese 12 Beschuldigten auf freiem Fuß.