Sie verwies darauf, dass es im Herbst und Winter schwieriger werde, Veranstaltungen und Begegnungen im Freien stattfinden zu lassen, was im Sommer den Infektionsschutz erleichtert habe. Auch wenn Deutschland nicht zuletzt wegen seines guten Gesundheitssystems bisher besser durch die Krise gekommen sei als andere Staaten, sei die Lage "unverändert ernst". Dies gelte besonders angesichts wieder steigender Infektionszahlen.
Als eine Priorität für die kommenden Monate nannte Merkel, dafür zu sorgen, "dass unsere Kinder nicht die Verlierer der Pandemie sind". Besonders wichtig sei daher die Rolle der Schulen und Kitas. Die Kanzlerin verwies auf das mit den Ländern verabredete zusätzliche Beschaffungsprogramm des Bundes für die digitale Ausstattung von Lehrern.
Weitere wichtige Aufgabe sei es, trotz der Einschränkungen "das Wirtschaftsleben am Laufen zu halten oder wieder zum Leben zu bringen". Deutschland müsse seine Innovationskraft stärken, etwa bei klimafreundlichen Technologien, Energiewende und Digitalisierung. Das Land müsse auch die Anstrengungen für den Klimaschutz "eher beschleunigen als verlangsamen".
Ebenso gelte es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu bewahren, zumal unterschiedliche Gruppen sehr ungleich von der Pandemie belastet würden. Als Beispiele für Menschen, die besonders hart getroffen wurden und werden, nannte Merkel Familien in engen Wohnverhältnissen, Arbeitssuchende, Kleinunternehmer sowie Künstlerinnen und Künstler. "Auf sie alle müssen wir besonders achten" und ihnen sollten "Angebote" gemacht werden, sagte die Kanzlerin.