Das renommierte Robert-Koch-Institut hat nun die Daten aus den ersten Monaten der Pandemie rund um das Coronavirus in Deutschland ausgewertet. Dabei sind die Wissenschaftler zu einem durchaus überraschenden Ergebnis gekommen. Denn die Daten weisen darauf hin, dass sich das Coronavirus besonders leicht und häufig im Wohnumfeld der Menschen ausbreitet. Andere Infektionsorte spielen laut den ausgewerteten lediglich eine untergeordnete Rolle.
Bei der Auswertung der bisher vorliegenden Daten hat das Robert-Koch-Institut festgestellt, dass es meist in Privathaushalten oder Altenheimen zur Übertragung des Coronavirus kommt. Durchschnittlich wurden bei einem Corona-Ausbruch in Privathaushalten 3,2 Personen mit dem Virus infiziert. Meist erfolgte die Übertragung des Virus auf die Mitglieder der eigenen Familie.
Dahinter rangiert laut den RKI-Forschern die Infektion in Alten- und Pflegeheimen. Allerdings stecken sich dort immer gleich sehr viel mehr Leute an. Hier liegt der Durchschnitt bei 19 infizierten Personen. Auch in Flüchtlingsunterkünften breitet sich das gefährliche Virus besonder stark aus. Dort stecken sich im Durchschnitt 21 Personen mit dem Virus an. Ein Spitzenwert, der von keinem anderen Ort übertroffen wird.