Umweltschützer befürchten eine Katastrophe, die Unfallstelle liegt in der Nähe von zwei Naturschutzgebieten. Das Öl droht die Korallenriffe, Lagunen und weißen Sandstrände zu verschmutzen, für die die Insel als Touristenziel berühmt ist. Auf Luftaufnahmen war zu sehen, dass bereits weite Teile des türkisblauen Wassers verschmutzt sind.
Laut einem Sprecher des japanischen Betreibers Mitsui OSK Lines wurde versucht, das Öl mit einem Hubschrauber von dem Frachter zu bringen. Schlechtes Wetter behindere die Arbeiten jedoch, erklärte der Sprecher in Tokio. Das Unternehmen habe zudem versucht, ein Ausbreiten des Öls durch Sperren im Wasser zu verhindern. Wegen des starken Seegangs "funktioniert das aber nicht gut".
Frankreich schickte am Samstag von der Nachbarinsel La Réunion aus Experten und Ausrüstung zur Eindämmung der Umweltverschmutzung nach Mauritius. "Wenn die Biodiversität in Gefahr ist, muss dringend gehandelt werden", erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf Twitter.
Der Inselstaat Mauritius im Indischen Ozean ist für seine malerischen Strände berühmt. Er ist in hohem Maße abhängig von seinen Küstengebieten - nicht nur wegen des Fischfangs, sondern auch weil die Korallenriffe zu den schönsten weltweit zählen und viele Touristen anlocken.