Nachdem nun die Reisewarnungen für Europa weitestgehend wieder aufgehoben wurden, warnte Merkel vor einer zu optimistischen Einschätzung der Lage. Die Kanzlerin mahnte an, dass das Virus bislang nicht von der Bildfläche verschwunden sei, auch wenn es im Augenblick scheinbar gut eingedämmt wurde. Überall wo Menschen jedoch dicht beieinander seien, bestehe immer wieder die Gefahr auf neue Ausbrüche. "Wir müssen sehr vorsichtig sein, damit wir die schon schwierige Lage in der Wirtschaft nicht nochmal verschlechtern", warnte die Kanzlerin. Dies geschehe vor allem vor dem Hintergrund, dass es in der Bundesrepublik im Augenblick 7 Millionen Kurzarbeiter gebe. Eine Anzahl, die fast das fünffache Ausmaß der Finanzkrise 2008/2009 erreicht. Damals waren lediglich 1,5 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland registriert. "Es ist nicht ohne, was uns da in den nächsten Monaten erwartet", kündigte die Kanzlerin an. Bleibt zu hoffen, dass sich die aktuelle Lage weiter verbessert und schon bald eine endgültige Lösung zur Bekämpfung des gefährlichen Virus gefunden werden kann.