Diese Erkenntnis haben US-Wissenschaftler jetzt durch die Bewegungen unter der Erdoberfläche nachweisen können. Dafür wurden die Messdaten von zahlreichen GPS-Antennen in ganz Westeuropa der letzten 20 Jahren ausgewertet. Dadurch haben die Forscher festgestellt, dass sich der Boden unter der Eifel nicht nur anhebt, sondern sich auch horizontal auseinander bewegt. Dies zeigt auf, dass der Druck von unten die Erde in der Eifel pro Jahr um mindestens 1 Millimeter anhebt. Durch diese Daten wird klar, dass der Vulkanismus in der Eifel noch immer aktiv und nicht erloschen ist. Dies hat die an der Studie teilnehmenden Forscher überrascht. "Die Eifel ist die einzige Region in der Studie, in der die Bodenbewegung signifikant größer als erwartet war“, bestätigt Corné Kreemer von der Universität von Nevada in Reno. Die Bewegung der Erdoberfläche werde wohl von aufsteigenden Gesteinsmaterial verursacht. Trotzdem rechnen die Forscher nicht mit einem plötzlichen Vulkanausbruch in der Eifel.
Überraschend waren die neuen Erkenntnisse der US-Wissenschaftler jedoch nur bedingt. Denn bereits 2019 hatte deutsche Forscher ein aktives, vulkanisches System unter der Laacher See entdeckt. Dort war es durch die vulkanische Aktivität zu zahlreichen Serien von niederfrequenten Erdebeben gekommen, die sich in Tiefen von 10 bis 45 Kilometer unter der Erdoberfläche abgespielt hatten.