Guido Maria Kretschmer engagiert sich gegen häusliche Gewalt

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Guido Maria Kretschmer engagiert sich gegen häusliche Gewalt

Stars (2 / 1) 29.05.2021 23:33 / Angela Symbolbild Privat


Kretschmer: Wir werden uns zum einen natürlich in den Regionen, in denen wir leben, speziell engagieren. Bei mir wird es Hamburg und die Umgebung sein. Wir unterstützen die Frauenhäuser, werden die Verbindungsstelle zwischen den ganz realen Menschen, der Politik und allen Organisationen, welche die #sicherheim Initiative ebenfalls unterstützen. Wir werden Spenden generieren, um diese dann an die verschiedenen Organisationen zu verteilen, um beispielsweise Unterbringungsmöglichkeiten für Betroffene zu schaffen und eben auch, um die Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit zu diesem Thema zu unterstützen.

Vielerorts ist häusliche Gewalt immer noch ein Tabuthema, warum wird hier immer noch weggeschaut?

Kretschmer: Diese Thematik beleuchtet den intimsten Bereich unseres Lebens. Es geht um das Private, die eigene Familie. Das Zuhause sollte ja ein Ort von Sicherheit, Liebe und Geborgenheit sein, eben ein #sicherheim. Wenn das nicht der Fall ist, ist man eben auch ganz schnell raus aus der Gesellschaft. Das möchte natürlich niemand und das ist, denke ich, einer der Gründe, warum die Betroffenen versuchen, es privat zu halten. Häusliche Gewalt ist ein Problem, das es nicht nur in sozial schwachen, sondern in allen Gesellschaftsschichten gibt. Ein Thema, das vom Generaldirektor bis hin zum arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger jeden treffen kann. Es passiert Frauen in allen Positionen und Altersklassen, mit Kindern, ohne Kinder. Ich glaube, dass die Personen, denen so etwas widerfährt, eine große Scham verspüren und deshalb nicht darüber sprechen.

Wurden Sie in Ihrem Umfeld selbst schon einmal Zeuge von häuslicher Gewalt?

Kretschmer: In meinem eigenen privaten Umfeld glücklicherweise nie. Ich hatte aber vor ein paar Jahren mal eine "Shopping Queen"-Kandidatin, die sich mir diesbezüglich anvertraute nach einem Dreh. Das hat mich sehr mitgenommen, weil ich es nie vermutet hätte. Sie brach in Tränen aus und hat mir alles erzählt. Was passiert ist, wie es angefangen hat, wie schwer die Situation für sie ist, wie groß die Scham darüber zu sprechen und dass man sich kaum jemandem anvertrauen kann. Eine ganz schlimme Geschichte, die so sicher auch bei vielen anderen Menschen stattfindet und zeigt, wie wichtig die #sicherheim Initiative ist.