Rätselhafte Todesserie am Matterhorn - 3 Bergsteiger in den vergangenen Tagen tödlich verunglückt

Seite 2 / 2

Rätselhafte Todesserie am Matterhorn - 3 Bergsteiger in den vergangenen Tagen tödlich verunglückt

News (2 / 1) 28.01.2025 08:10 / Olga Symbolbild imago


Der Wirt der Hörnlihütte, in der die beiden Alpinisten übernachtet hatten, vermutet, dass eine plötzlich aufziehende Gewitterfront sie überrascht haben könnte. "Wahrscheinlich hat es sie erwischt“, erklärte er. Die Identität der Verunglückten konnte bisher nicht geklärt werden, und auch die Unfallursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Seit der Erstbesteigung im Jahr 1865 haben rund 600 Menschen am Matterhorn ihr Leben verloren. Trotz seiner Berühmtheit wird der Berg oft unterschätzt. Viele halten die Besteigung fälschlicherweise für relativ einfach, was laut Experten dazu führt, dass auch unerfahrene Abenteurer angelockt werden. Diese überschätzen ihre Fähigkeiten und wagen sich ohne Bergführer an die anspruchsvolle Tour.

Viele Bergsteiger verzichten auf Führer

Kurt Lauber, der von 1995 bis 2018 Hüttenwart auf der Hörnlihütte war, warnte bereits vor Jahren im Gespräch mit dem Schweizer "Beobachter“, dass 20 bis 30 Prozent der Bergsteiger ohne Führer aufbrechen. Die meisten Unfälle ereignen sich in diesen Gruppen, die häufig aus Osteuropa, Deutschland oder Großbritannien stammen. Viele sind nicht einmal angeseilt und gefährden dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Begleiter, nachfolgende Seilschaften und schließlich auch die Rettungsmannschaften.