Der Hausverwalter verschaffte sich vor Ort einen Überblick über die Verwüstungen, und es sollen nun provisorische Türen aus dem Baumarkt eingesetzt werden. Die Polizei prüft mögliche Verbindungen zu anderen Explosionen, die sich in den letzten Wochen in Köln, Engelskirchen und Duisburg ereignet haben. Vorläufigen Angaben zufolge steht mindestens ein Teil der Sprengungen – ebenso wie eine kürzlich beendete Geiselnahme in Köln – im Zusammenhang mit Konflikten zwischen Drogenbanden, einschließlich der niederländischen "Mocro-Mafia“. In den Niederlanden sind Explosionen vor Hauseingängen ein bekanntes Drohmittel von Drogenhändlern. Michael Mertens, NRW-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), erklärte: "Die niederländische Drogenmafia ist längst in NRW präsent. Das Bundesland ist als Verkehrsknotenpunkt ein zentraler Dreh- und Angelpunkt. Man muss sich bewusst machen: Diese Täter sind von extremer Brutalität.“