Eine der Betroffenen, eine Bürokauffrau aus Charlottenburg, berichtete: "Ich war auf dem Weg zu meinem Bruder in Warschau. Als ich zurückkam, war der Bus weg – mit meinem Gepäck!“ Die Zurückgelassenen standen verzweifelt im Nirgendwo, während Laptops, Reisedokumente und all ihr Gepäck ohne sie Richtung Warschau unterwegs waren. In ihrer Not wandten sich die Gestrandeten an den Flixbus-Kundenservice. Doch statt Hilfe erhielten sie lediglich den Rat, zur nächsten Haltestelle im rund 80 Kilometer entfernten Lodz zu reisen. Einige der Passagiere fanden schließlich alternative Transportmöglichkeiten. Eine Frau überzeugte einen Kleintransporterfahrer, sie und vier weitere Frauen nach Warschau mitzunehmen. Die restlichen Passagiere mussten per Anhalter weiterfahren.
Überraschenderweise erreichten sie Warschau sogar sechs Minuten vor dem Flixbus. Der Busfahrer, der für das Chaos verantwortlich war, zeigte jedoch keinerlei Reue und begrüßte die Ankömmlinge lediglich mit einem Grinsen. Eine Entschuldigung blieb aus. Flixbus hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert, was Fragen aufwirft: Wie konnte es zu dieser Situation kommen? Und welche Maßnahmen wird das Unternehmen ergreifen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern?