Lauterbach Rücktritt?! Corona-Vertuschung aufgedeckt - Wolfgang Kubicki fordert Lauterbach-Rücktritt

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Lauterbach Rücktritt?! Corona-Vertuschung aufgedeckt - Wolfgang Kubicki fordert Lauterbach-Rücktritt

News (2 / 1) 09.08.2024 08:00 / Julia Symbolbild imago


Besonders brisant ist Kubickis Behauptung, dass Lauterbach das RKI angewiesen habe, keine Entwarnung zu geben, obwohl die Wissenschaftler des Instituts dies wollten. Kubicki zitiert aus mehreren internen RKI-Protokollen, in denen eine Herabstufung der Risikobewertung diskutiert wurde. Darin heißt es unter anderem: "Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist abhängig von der Zustimmung des BMG (…). Eine Herabstufung vorher würde möglicherweise als Deeskalationssignal interpretiert, daher politisch nicht gewünscht“

außerdem "Reduzierung des Risikos von sehr hoch auf hoch wurde vom BMG abgelehnt“, oder "In Hinblick auf das BMG sollte die Herabstufung aus strategischen Gründen zunächst auf hoch und nicht moderat erfolgen.“

Hat Lauterbach dem RKI Vorschriften gemacht?

Wenn Kubickis Interpretation der Protokolle zutrifft, dann hat Lauterbachs Ministerium das RKI über Monate hinweg angewiesen, der Bevölkerung keine Entwarnung zu geben, obwohl dies wissenschaftlich gerechtfertigt gewesen wäre. Kubicki argumentiert: "In den ersten turbulenten Wochen des Jahres 2022 (…) gab es ein vitales politisches Interesse an einer breiten Corona-Furcht in der Bevölkerung, um der Debatte um die allgemeine Impfpflicht den nötigen Schub zu verleihen …“. Über Lauterbach schreibt Kubicki: "Es passte dem größten Verfechter der allgemeinen Impfpflicht nicht so recht, dass die mildere Omikron-Variante aus fachlicher Sicht eine Herabstufung der Risikobewertung erforderlich machte.“

Karl Lauterbach schweigt

Kubicki wirft dem Gesundheitsminister vor, die "Grenzen der Wahrheit“ überschritten zu haben, "um ein persönliches politisches Ziel zu erreichen“. Ein solcher Bundesminister habe seine parlamentarische Unterstützung verloren, und Kubicki könne "dessen Treiben nicht mehr unterstützen“. In einem abschließenden Appell fordert Kubicki seinen Koalitionspartner zum Rücktritt auf: "Karl Lauterbach hat dem Ansehen der Bundesregierung durch sein unverantwortliches Verhältnis zur Wahrheit schweren Schaden zugefügt und Zweifel an der Lauterkeit staatlichen Handelns genährt. Er muss persönliche Konsequenzen ziehen.“ Lauterbach lehnte es ab, sich auf Anfrage der BILD zu den Vorwürfen zu äußern.