"Jeffrey Epstein: Stinkreich": Neue Enthüllungen und Fragezeichen

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"Jeffrey Epstein: Stinkreich": Neue Enthüllungen und Fragezeichen

Stars (1 / 1) 28.05.2021 23:33 / Angela Symbolbild [M] imago images/ZUMA Press / Keith Mayhew/Landmark Media/ImageCollect


Neue Netflix-Doku

Nach "Surviving R. Kelly" und "Leaving Neverland" sorgt die nächste Dokumentation über vermeintliche sexuelle Übergriffe prominenter Persönlichkeiten für Fassungslosigkeit. In der vierteiligen Netflix-Produktion "Jeffrey Epstein: Stinkreich" (seit 27. Mai) befasst sich die Macherin Lisa Bryant mit dem US-amerikanischen Investmentbanker (1953-2019), dessen Leben, Machenschaften, Beziehungen und nicht zuletzt sein Tod noch immer unzählige Fragen aufwerfen. Um die Beantwortung der dringendsten von ihnen ist die Enthüllungsdoku bemüht, etwa jene, welche Rolle nun der Epstein-Vertraute Prinz Andrew (60) bei alledem spielte.

Geld = Macht = Freiheit

Zu Beginn der Doku wird zunächst aufgezeigt, wie Epstein sein millionenschweres Vermögen anhäufte und infolgedessen Kontakte in die High Society knüpfte, zu denen etwa der ehemalige US-Präsident Bill Clinton (73) und der inzwischen amtierende Präsident Donald Trump (73) zählen. Beziehungen und sein Geld habe Epstein genutzt, um jahrzehntelang unbescholten Sexualverbrechen begehen zu können. Selbst, als er sich 2008 der Prostitution Minderjähriger für schuldig erklärte, kam er aufgrund eines dubiosen Deals mit einer lächerlichen Freiheitsstrafe davon, suggeriert die Doku.

Denn wofür ein anderer wohl ein Leben lang hinter Gitter gewandert wäre, erhielt Epstein dank der später als "Sweetheart Deal" bezeichneten Übereinkunft mit dem Staatsanwalt 18 Monate Haft, von denen er 13 absitzen musste. Davon war es ihm nach nur drei Monaten bereits erlaubt, das Gefängnis für bis zu zwölf Stunden pro Tag zu verlassen. Durch den "Missbrauch von Macht und Geld", wird Anwalt Brad Edwards in der Doku zitiert, habe Epstein ein "Pyramidensystem der Belästigung" erschaffen, bei dem sich die mächtigsten Mitglieder stets gegenseitig vor der gerechten Strafe schützten. So auch Prinz Andrew?

Welche Rolle spielt der Sohn der Queen?

Auch die Freundschaft zwischen Jeffrey Epstein und Prinz Andrew wird in der Doku behandelt. Eine Frau namens Virginia Roberts-Guiffre gibt an, über Epstein und die Unternehmerin Ghislaine Maxwell mit dem Royal bekanntgemacht worden zu sein, als sie 17 Jahre alt war. Daraufhin habe Maxwell zu ihr gesagt: "Du musst für ihn [Prinz Andrew, Anm. d. Red.] das Gleiche tun, was du auch für Jeffrey machst." Unmittelbar nach diesem Satz, so Roberts-Guiffres Vorwurf, sei sie von Prinz Andrew missbraucht worden.

Auch berichtet Roberts-Guiffre von einem perfiden Ratespiel, das bei ihrem ersten Treffen mit Prinz Andrew gespielt worden sei: "Was glaubst du, wie alt diese Virginia ist?", habe Maxwell von dem Royal wissen wollen. Der habe daraufhin korrekt 17 geraten und gesagt: "Meine Töchter sind fast genauso alt." Prinz Andrew oder eines seiner Familienmitglieder kommen in der Sendung nicht zu Wort, um sich zu rechtfertigen. Laut der Macherin der Doku habe das britische Königshaus jedwede Anfrage auf Interviews in Hinsicht auf diese massiven Vorwürfe abgelehnt.