Guam, das westlichste Territorium der USA, ist ein Schlüsselpunkt in einer Verteidigungskette, die sich von Japan bis nach Neuguinea erstreckt. Diese Inseln, zusammen mit der ersten Inselkette, die Japan, Taiwan und die Philippinen verbindet, sind Teil eines Verteidigungskonzepts aus dem Kalten Krieg. Guam liegt etwa 1.500 bis 1.700 Meilen von der Straße von Taiwan und den umstrittenen Gewässern des Ost- und Südchinesischen Meeres entfernt, was es zu einem strategischen Aufmarschgebiet für die amerikanische Seemacht macht. Aktuell sind vier U-Boote auf dem Marinestützpunkt Guam stationiert: USS Asheville, USS Jefferson City, USS Annapolis und USS Springfield. Die Verlegung der USS Minnesota wird die amerikanische Präsenz in dieser strategisch wichtigen Region weiter stärken.
China hat scharf auf die geplante Verstärkung der US-Militärpräsenz im asiatisch-pazifischen Raum reagiert. Liu Pengyu, Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington, D.C., äußerte sich besorgt darüber, dass die USA ihre militärische Stationierung ausbauen, um einen einseitigen militärischen Vorteil zu erlangen. Er forderte die USA auf, die Sicherheitsbedenken anderer Länder ernsthaft zu respektieren und keine Konfrontationen zu provozieren. Ziel sollte es sein, den Frieden und die Stabilität in der indo-pazifischen Region zu wahren.