Eigentlich schien das Rettungspaket für die deutsche Fluglinie Lufthansa bereits geschnürt. Bis zu 9 Milliarden Euro wollte die Bunderegierung der angeschlagenen Fluglinie zur Verfügung stellen, um die katastrophalen Folgen durch den Lockdown abzumildern. Doch nun muss die Fluglinie das Rettungspaket zunäscht ausschlagen, um keinen Konflikt mit der EU-Kommision auszulösen.
Heute teilte das bekannte Unternehmen in Frankfurt mit, dass man das Angebot der Bundesregierung wegen möglicher Auflagen seitens der EU-Kommission, die im Zusammenhang mit Start- und Landerechte an verschiedenen Flughäfen stehen, nicht annehmen könnte. Denn angeblich sei mit der Annahme des Angebots die
Drehkreuzfunktion an den Heimatflughäfen der Airline in Frankfurt und München gefährdet. Deshalb will die Lufthansa-Führung nun erst einmal Alternativszenarien prüfen. Die bisher einzig bekannte Möglichkeit sei eine Insolvenz in Eigenverwaltung mit dem sogenanten Schutzschirmverfahren. Der Aufsichtsrat der Fluglinie hatte das Rettungspaket als „einzig gangbare Alternative“ bezeichnet, um die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten.