Schon jetzt sehnen sich viele Leute zu ihrem alten Leben zurück. Und der bekannte Virologe Christian Drosten gibt in seinem Podcast beim NDR auch Tipps, wie man irgendwann auch wieder zu den alten Gewohnheiten zurückfinden kann. Interessant ist bei der Meinung des Virologen vor allem, dass dieser bei der Bekämpfung des Virus nicht grundsätzlich eine Schutzimpfung als notwendig betrachtet. Drosten sieht ein der Chancen in der genauen Untersuchung der Risikobreiche des Coronavirus. Der Virologe will vor allem aus Infektionshäufigkeiten Lehren ziehen. "Wenn man sich klarmacht, dass vielleicht 20 Prozent der Infizierten 80 Prozent der Sekundärfälle infizieren, dann muss man ja nur in diesem Bereich besonders intervenieren", erklärt der Virologe in seinem Podcast. Bestätigung wird Drosten in seiner Meinung durch eine Studie aus Hongkong."Man muss und man kann in diese Risikobereiche investieren und hat es dann viel einfacher, die Gesamtepidemie in den Griff zu kriegen – sogar ohne Impfung."
Zur erfolgreichen Bekämpfung des Virus sei eine schnelle Reaktion auf massive Ausbrüche des Virus notwendig. Dabei bezieht sich Drosten vor allem auf den Ausbruch des Virus bei einem Gottesdienst in Frankfurt, wo sich mehr als 100 Personen mit dem Virus infiziert hatten. In diesen Fällen müsse es möglich sein, die beteiligten Personen und deren Kontaktpersonen auch ohne Diagnose sofort zu isolieren. "Denn man hat für die Diagnostik keine Zeit." Mit diesem Vorgehen, wäre laut Drosten bereits eine gute Ausgangsposition geschaffen. Im Sommer rechnet der Virologe mit einer deutlich geringeren Zahl an Infektionen. "Da ist doch klar, auf was man jetzt achten muss", erklärt Drosten, "nutzen wir doch den Sommereffekt!" Deshalb schlägt der Virologe vor alle möglichen Aktivitäten an die frische Luft zu verlegen, um das Infektionsrisiko zu senken.