Russland will keinen Frieden! Müssen mehr Verhandlungen mit Russland geführt werden, um Frieden zu erreichen? Die Ukraine scheint jetzt offen für Gespräche zu sein und strebt einen baldigen Friedensgipfel an, auch mit russischer Beteiligung. Doch Moskaus Antwort ist schnell und deutlich:
Russland hat erneut abgelehnt, an einem Friedensgipfel mit der Ukraine teilzunehmen. Dies erklärte der stellvertretende Außenminister Michail Galusin gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti. "Wir kennen die Absichten des Kiewer Regimes und seiner westlichen Unterstützer, den gescheiterten 'Friedensgipfel' auf dem Schweizer Bürgenstock im Juni zu 'rehabilitieren' und eine ähnliche Veranstaltung zu organisieren", sagte er und fügte hinzu, dass "sie sogar daran denken, Russland einzuladen". Laut Bloomberg strebt die Ukraine an, einen zweiten Friedensgipfel noch vor den US-Wahlen in diesem Jahr abzuhalten, diesmal mit Russland, das im Juni in der Schweiz nicht eingeladen war. Moskau hatte jedoch mehrfach signalisiert, dass es nicht teilnehmen werde. Wie geht es jetzt weiter?
Galusin sieht offenbar keinen Sinn in Friedensgesprächen mit der Ukraine. Kiew wolle nur "die absolut festgefahrene und ultimative 'Selenskyj-Formel' durchsetzen". Andere Initiativen zur Lösung der "Ukraine-Krise", wie Galusin den Krieg nennt, sollten ignoriert werden. "Wir akzeptieren solche Ultimaten nicht und werden an solchen 'Gipfeltreffen' nicht teilnehmen." Die sogenannte Formel des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beinhaltet unter anderem die Wiederherstellung der territorialen Integrität des Landes. Dies widerspricht den von Moskau geforderten Lösungen für die Ukraine, die auf einen Diktatfrieden hinauslaufen würden. Laut dem Kreml soll Kiew alle Truppen aus den von Russland annektierten Regionen Donbass, Luhansk, Cherson und Saporischschja abziehen und auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichten.