Der Auslöser der Krawalle soll gewesen sein, dass Cottbuser Hooligans und Ultras vor etwa einem Jahr Fan-Artikel des BFC im Sportforum verbrannt und ein Video davon in sozialen Medien viral gemacht hatten. Als Revanche zündeten BFC-Anhänger während des Spiels Fan-Schals und Fahnen der Cottbuser in ihrem Block an, was zu Unruhen im Gästeblock führte. Gemäß Polizeiangaben vom Sonntag mussten die Beamten immer wieder rivalisierende und vermummte Fangruppen voneinander trennen, die sich gegenseitig mit Pyrotechnik beschossen. Trotz des konsequenten Eingreifens der Polizei eskalierte die Situation nach dem Abpfiff erneut. Dabei wurden Beamte mit Pyrotechnik beschossen, und es kam zu versuchten Angriffen auf die Polizei. Reizgas und sogar Wasserwerfer wurden eingesetzt, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Insgesamt wurden 43 Berliner Beamte und 73 Bundespolizisten durch Reizgas verletzt. 28 Bundespolizisten wurden durch körperliche Angriffe verletzt, und elf weitere durch Pyrotechnik. Es gab zahlreiche Festnahmen und Strafanzeigen wegen verschiedener Delikte im Zusammenhang mit den Ausschreitungen. Insgesamt waren 1.000 Beamte im Einsatz. Wollitz äußerte sich besorgt über die Bedrohungen und erklärte: "Wenn wir zehn Spieltage vor Schluss beim BFC gespielt hätten, wäre ich hier niemals mitgefahren, weil mein Leben und meine Verantwortung gegenüber meinen Spielern, meiner Familie und meinen Freunden mir wichtiger ist. Denn wenn man so bedroht wird, weiß man nicht, wie weit diese Menschen gehen.“