Trotz immer lauter werdender Forderungen nach einer Vier-Tage-Woche arbeiten die deutschen Arbeitnehmer im Durchschnitt bereits 3,8 Stunden weniger pro Woche als noch 1991. Deutschland liegt damit unter dem europäischen Durchschnitt und erreicht den niedrigsten Stand jemals. Die Gründe für die sinkende Arbeitslust sind vielfältig. Einige Experten machen das deutsche Steuersystem verantwortlich, da Löhne stark und Vermögen schwach besteuert würden. Obwohl die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland aufgrund der kontinuierlich steigenden Zahl der Erwerbstätigen noch hoch ist, wird sich dies aufgrund des demografischen Wandels bald ändern, warnen Ökonomen. Daher fordern Experten wie Ulrich Kater von der Deka-Bank und Arbeitsexpertin Susanne Nickel Anreize, um mehr und länger zu arbeiten und dem demografischen Wandel sowie dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dies könnten beispielsweise unbesteuerte Überstunden sein, um Arbeit wieder attraktiver zu machen.