Im Gegenzug hätte Russland zugesagt, die Ukraine nicht erneut anzugreifen, unterstützt durch Sicherheitsgarantien von ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates, insbesondere den USA, Großbritannien, Frankreich und China. Des Weiteren hätte die Ukraine Putin die Kontrolle über die annektierte Halbinsel Krim zugestanden, während bestimmte Gebiete in Donezk und Luhansk von den Sicherheitsgarantien ausgenommen worden wären. Die Verhandlungen scheiterten jedoch an verschiedenen Punkten. Kiew lehnte es ab, dass die Staatsoberhäupter persönlich die Grenzen zwischen Ukraine und Russland festlegen. Außerdem war die zukünftige Größe der ukrainischen Armee umstritten, da Russland 85.000 Soldaten forderte, während die Ukraine 250.000 Soldaten wollte.
Weitere Forderungen, denen die Ukraine nicht zustimmte, umfassten die Einführung von Russisch als zweite Amtssprache, die Aufhebung von gegenseitigen Sanktionen und Klagen vor internationalen Gerichten sowie ein Gesetz zur Verbannung von Faschismus, Nazismus und aggressivem Nationalismus. Ein geplantes Treffen zwischen den Präsidenten Selenskyj und Putin kam letztlich nicht zustande, und somit blieben die Verhandlungen ohne Ergebnis.