Die schwedische Finanzministerin Magdalena Andersson hat jetzt die neusten Zahlen veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass es auch die skandinavische Wirtschaft hart getroffen hat. Durch die Krise wird die schwedische Wirtschaft in diesem Jahr um rund 7 Prozent schrumpfen. Dies ist der größte Einbruch seit dem 2. Weltkrieg. Andersson bestätigte bei der Verkündung der Zahlen ebenfalls, dass das Land auf eine sehr tiefe ökonomische Krise zusteuere. Also scheinen sich die Bemühungen des Landes in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht nicht ausgezahlt zu haben.
Was den medizinischen Standpunkt angeht, hat sich das Vorgehen der schwedischen Regierung anscheinend ebenfalls nicht ausgezahlt. Im Vergleich zu seinen Nachbarländern hat Schweden eine deutlich höhere Todesrate zu verzeichen. Mit 366 Todesopfern pro 1 Million Einwohner liegt das Land zwar weiter hinter den schwer vom Virus getroffenen Ländern wie Spanien (592), Italien (522), Großbritannien (512) und Frankreich (412). Doch vor allem die skandinavischen Nachbarn verzeichnen deutlich geringere Todeszahlen. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Anzahl der Todesfälle bei 95 Toten pro 1 Million Einwohner. Noch ist es jedoch zu früh um endgültig zu bewerten, ob der Weg der Schweden richtig oder falsch war. Denn schließlich sind sich viele Experten sicher, dass vor der Entwicklung eines Impfstoffes viele Länder mit einer 2. Welle des Virus zu kämpfen haben werden.