Für das Putin-Regime sei Krassikow, der 2019 den Georgier Selimchan Changoschwili in Berlin ermordet habe, der wichtigste Austauschkandidat. Jedoch hätten deutsche Behörden Bedenken angemeldet, den rechtskräftig verurteilten Mörder freizulassen, der im Auftrag eines anderen Staates gehandelt habe. Die Hoffnung bestehe, dass Krassikow irgendwann aussagebereit sei. Die Verhandlungen seien auch durch die Inhaftierung eines amerikanischen Journalisten unter Spionagevorwürfen und weitere Geiselnahmen erschwert worden. Die Nawalny-Unterstützer behaupten, dass die Gespräche in der „finalen Phase“ gewesen seien, aber Putin sich entschieden habe, Nawalny zu ermorden, anstatt ihn freizulassen. Kurz nach Veröffentlichung des Nawalny-Videos äußerte sich Kanzler Scholz (65, SPD) mit einem Statement auf X (vormals Twitter). Er erklärte, dass das russische Regime Alexej Nawalny getötet habe.