In Russland vergeht kaum ein Tag, an dem die Propaganda-Maschinerie von Wladimir Putin sich ein wenig zurücknimmt. Einer seiner zuverlässigsten Verbündeten, wenn es darum geht, die Kriegsbegeisterung in Russland anzufachen, ist Wladimir Solowjow. Der Rundfunkmoderator nutzt seine Sendung auf dem Kanal Rossija 1 regelmäßig, um sich als Sprachrohr Putins zu positionieren und Russlands Gegner mit aggressiven Drohungen zu überziehen!
Kreml-Kritiker wie Anton Geraschenko sorgen dafür, dass Solowjows Drohungen auch außerhalb Russlands als Beispiele für Putins Propaganda wahrgenommen werden, indem sie regelmäßig Mitschnitte seiner Hassreden mit englischen Untertiteln in sozialen Netzwerken veröffentlichen. Kurz vor dem zweiten Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine veröffentlichte der ehemalige stellvertretende Innenminister der Ukraine, der heute als Berater des ukrainischen Geheimdienstes tätig ist, einen weiteren Ausschnitt aus einer TV-Sendung, in der Wladimir Solowjow erneut gegen den Westen polterte und sich speziell auf Polen konzentrierte. Solowjow wetterte zunächst gegen ganz Europa und erklärte, Russland werde nicht mehr mit Europa verhandeln und die westlichen Nachbarstaaten Russlands nicht mehr mit Samthandschuhen anfassen.