"Tatort: Gefangen": So wird der neue Köln-Krimi

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"Tatort: Gefangen": So wird der neue Köln-Krimi

Stars (2 / 1) 15.05.2021 23:33 / Olga Symbolbild WDR/Thomas Kost


Lohnt sich das Einschalten

Ja, absolut. Wie so oft bedienen sich die Macher aus Köln nicht der großen Schockmomente oder Actionszenen, wie man sie teilweise aus anderen Städten gewohnt ist. Ebenso wenig bekommt der Zuschauer Thrillerelemente präsentiert, die ihn erschaudern lassen. Aber das ist auch gut so. Nein, bei "Gefangen" handelt es sich um einen Krimi der leiseren Art, der sich vor allem als Charakterstudie des angeschlagenen Ballauf entpuppt. Spannend ist es dennoch und lohnenswert zu sehen sowieso. Vor allem, wenn man Fan des Kölner-Teams ist.

Eine Frage bleibt jedoch: Warum wurde das offensichtlich massive Problem von Ballauf nicht schon früher so intensiv besprochen. Man hatte fast den Eindruck, es mache ihm gar nichts aus, dass er seine Kollegin erschießen musste. Damals gab er nach dem tödlichen Schuss lediglich wortlos seine Dienstwaffe ab, Abspann, aus, vergessen. Seitdem ist knapp ein Jahr vergangen, zwei normale Köln-Folgen wurden ausgestrahlt. Urplötzlich ist die Geschichte aber wieder das bestimmende Thema. Hier hätte sich sicher der ein oder andere geübte "Tatort"-Zuschauer einen kontinuierlicheren Spannungsbogen über die einzelnen Folgen hinweg gewünscht.