Nuru: Natürlich trifft es uns, das Restaurants und Cafés geschlossen und auch Events weggefallen sind. Doch dadurch, dass die Leute mehr Zeit zu Hause verbringen, trinken sie auch mehr Kaffee, zumindest wird bei uns mehr bestellt. Es hat sich auch unerwartet in der Krise zum Vorteil entwickelt, dass wir als junges Unternehmen digital aufgestellt sind und uns erst auf das Online-Business fokussiert haben.
Vermissen Sie manchmal das Model-Leben?Nuru: Nein, denn ich bin ja weiterhin als Model tätig. Jetzt kann ich nur wesentlich selbstbestimmter agieren. Kampagnen, bei denen ich mitwirke, werden von mir sorgsam ausgesucht. Ich habe es mir z.B. nicht nehmen lassen, auf eigene Kosten vorab zu Produktionsstätten zu reisen und mir die fairen Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Kleidung anzuschauen. Die Freiheit, ein Mitspracherecht zu haben und auch einen Fokus auf Nachhaltigkeit setzen zu können, ist mir sehr wichtig und sorgt dafür, dass ich das Modeln durchaus mehr genieße als zuvor.
Verfolgen Sie noch manchmal die "Germany's next Topmodel"-Staffeln im TV?Nuru: Nein, ich habe seit meinem Sieg vor elf Jahren keine Folge mehr angeschaut. Selbst meine eigene Staffel habe ich nie gesehen.
Wie verbringen Sie aktuell die Tage in der Corona-Isolation?Nuru: Wie die meisten sicherlich auch - zu Hause im Homeoffice. Ich habe viele Video-Calls, die Arbeit ruht ja nicht. Da ich normalerweise aus gepackten Koffern lebe, finde ich es schön für länger an einem Ort sein zu können. Alles ist etwas entschleunigt, man kann die Gedanken in Ruhe schweifen lassen, oder Dinge in Ruhe zu Ende bringen. Sei es ein Buch zu lesen oder ein Top zu stricken.
Auf was freuen Sie sich nach der Corona-Krise am meisten?Nuru: Ich freue mich darauf, meine Familie und Freunde wiederzusehen und ganz fest zu drücken... und auf leckeres Sushi.