Es steht fest, dass der Satellit zuvor in der Atmosphäre zerbrochen ist und ein Großteil der Trümmer durch die Reibungshitze verglühte. Einige Fragmente, die nur wenige Kilogramm schwer sind, könnten jedoch den heißen Eintritt in die Atmosphäre überstanden haben. Laut Berechnungen der ESA sollen sie höchstwahrscheinlich ins Meer oder über unbewohntem Gebiet niedergegangen sein. Die ESA gibt an, dass das Risiko, dass ein einzelner Mensch irgendwo auf der Erde durch herabfallenden Weltraummüll verletzt wird, bei unter 1 zu 100 Milliarden liegt. Das ist 65.000 Mal geringer als das Risiko, von einem Blitz getroffen zu werden. Tim Flohrer, Leiter der ESA-Abteilung für Weltraumrückstände, sagte gegenüber BILD: "Das Risiko am Boden durch Wiedereintritte ist sehr gering. Bis heute ist niemand dadurch zu Schaden gekommen." Eine kontrollierte Rückführung des Satelliten sei unmöglich gewesen, weil ERS-2 keinen Treibstoff mehr hatte, wie Experten bestätigen.