Nach heftigen Kämpfen ergaben sich zwei ukrainische Soldaten einer überwältigenden russischen Übermacht in einem Grabensystem nahe Robotyne. Nachdem ein russischer Soldat zunächst befahl, dass sich die beiden Unbewaffneten flach auf den Boden legen sollten, kam es kurz darauf zu einem verbalen Streit. Sekunden später eröffnete der Russe das Feuer aus seinem Maschinengewehr auf die beiden am Boden liegenden Ukrainer und tötete sie. Doch Russlands Expansionsdrang in der Region geht offenbar über die im letzten Sommer verlorenen Gebiete hinaus. Etwa 40 Kilometer westlich von Robotyne bombardierten die russische Luftwaffe und Artillerie-Verbände die ukrainische Stadt Stepnohirsk, die etwa 4.500 Einwohner zählt. Sie liegt südlich von der Stadt Saporischschja (ehemals 746.000 Einwohner).
Obwohl die Großstadt noch nie unter russischer Kontrolle stand, wurde sie im letzten September von Diktator Putin kurzerhand annektiert und zu russischem Staatsgebiet erklärt. Wie BILD bereits im Dezember berichtete, hat sich Russland das Ziel gesetzt, die Eroberung der Stadt und der gesamten Region Saporischschja bis Ende 2026 festzusetzen. Allerdings ging dieser Kreml-Plan davon aus, dass die US-Waffenlieferungen an die Ukraine erst nach einer Wahl von Donald Trump, also im Januar 2025, eingestellt würden. Da die USA bereits seit zwei Monaten keine Waffen mehr liefern, könnte es gut sein, dass Russland seine aggressiven Pläne nun ein Jahr früher in die Tat umsetzen will.