Am Montagnachmittag bestätigte die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass den gewaltsamen Tod von Kusminow. Die Tatumstände wurden von den spanischen Medienberichten übernommen. Die ukrainischen Behörden bestätigten ebenfalls den Tod von Kusminow. Sie erklärten, dass er seine Ex-Frau zu sich geholt hatte und dann erschossen wurde. Es gibt keine Bestätigung von spanischen Behörden, und außerdem war Kusminow 28 Jahre alt, nicht 33, wie von den spanischen Medien berichtet. Die spanische Polizei ging von einem Racheakt aus. Es gibt bisher keine offiziellen Hinweise darauf, dass der russische Staat hinter dem Anschlag steckt. Im Zuge von Kusminows Überlaufen wurden zwei weitere russische Besatzungsmitglieder getötet, die sich nicht ergeben wollten und versuchten zu fliehen. Die Ukraine erlangte auch einen Hubschrauber und Ersatzteile für russische Kampfjets.
Kusminow hatte von sich aus Kontakt zur ukrainischen Seite aufgenommen und war zur Einsicht gelangt, dass der russische Krieg gegen die Ukraine falsch ist. Er organisierte die Flucht seiner Angehörigen aus Russland und flog dann in die Ukraine. Tass verbreitete Gerüchte über Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie Belästigung von Nachbarn durch Kusminow. Sie behaupteten auch, dass die ukrainischen Dienste möglicherweise einen unbequemen Zeugen beseitigt haben könnten. Russland versucht offenbar, das Mordopfer weiter in Verruf zu bringen, um die Schuld von sich zu weisen und weitere potenzielle Überläufer abzuschrecken.